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Rennbericht EM 2012 Rennen 1 Saint Martin Valmeroux
Auftakt in die Saison 2012 - Kevin Munkler gewinnt erstes Rennen bei Junior Buggys

Am vergangenem Wochenende fand in Frankreich der Auftakt zur Autocross Europameisterschaft 2012 statt. Die Strecke in Saint Martin Valmeroux liegt in der landschaftlich sehr reizvollen Region der Auvergne, eingebettet in einem Tal, direkt an dem Fluss Maronne.
Die auf dem ersten Blick recht kurze Strecke mit einem einfachen Streckenlayout, entpuppte sich auf Grund der geringen Traktion und den teilweise schlechten Witterungsumständen als ziemlich anspruchsvoll. Zumindest hatte man in einigen Klassen den Eindruck, dass gerade die französichen Fahrer, durch eventuell häufigeres Training, hier besonders gut zurecht kamen.

Bei den Junior Buggys war es allerdings ein deutscher Fahrer, der alle überraschte. Kevin Munkler, als einziger mit einem Cross-Kart bei den Junior Buggy unterwegs, zeigte schon in den Vorläufen, dass er unheimlich gut mit der Strecke zurecht kam. In Finale gelang ihm dann aber die Sensation. Nach dem ersten Start, wurde das Rennen auf Grund eines Überschlages noch einmal abgebrochen, dort lag Munkler gerade in Führung. Beim zweiten Versuch musste er sich die ersten beiden Runden auf Rang 2 hinter Radek Franc (CZ) einsortieren, Anfang der dritten Runde schaffte er es aber dann, in der ersten Kurve außen an Franc vorbei zu gehen, der in gleichen Moment Probleme mit den Fahrzeug hatte und ausschied. Die restlichen Runden konnte er dann den Vorsprung halten. Zweiter wurden Jirí Formánek (CZ) vor dem Ungar Szabolcs Klenáncz.

Die Tourenwagen waren relativ schwach vertreten, gerade einmal elf Fahrer waren am Start, so dass es 2 Gruppen in den Vorläufen gab. Was dann allerdings teilweise geboten wurde, war enttäuschend und eigentlich nicht auf einem Niveau für die Europameisterschaft. Entweder hatten einige Fahrer technische Probleme oder mit sich selbst zu tun. So gab es eine Reihe von unerklärlichen Fehlern, es wurde ohne Fremdeinwirkung in Böschungen gefahren, sich überschlagen oder an der Seite stehen geblieben. Manche Fahrzeuge hatten Probleme den Anstieg nach der ersten Kurve überhaupt hoch zu kommen. Fatkhutdinov, Kárai und Fejfar waren fast die einzigsten, die eine normale Form zeigten und sich die erste Startreihe im Finale sicherten. Sympthomatisch auch dafür der Verlauf des A-Finales.
Tamás Kárai musste kurz vor dem Start die Startaufstellung verlassen, weil sich am Skoda Fabia mit blauem Rauch ein technischer Defekt ankündigte. Nach dem ersten Start wurde das Rennen, auf Grund eines Überschlages von Ervandian, abgebrochen. Nach ein paar hitzigen Diskussionen zwischen Fahrern und der Rennleitung, waren noch sechs Fahrzeuge übrig. Die beiden tschechischen Piloten Greguska und Brozek, sowie der Niederländer van Kuringe kamen nach dem Neustart bis in die erste Kurve und stellten ihre Fahrzeuge ab. Fatkhudinov, aus der ersten Reihe startend, kam ganz schlecht weg und musste Demkin (RUS) passieren lassen. Fejfar hatte die Flucht nach vorne angetreten, und führte schon in der zweiten Runde mit einer halben Runde Vorsprung vor Demkin. Fatkhutdinov konnte mit Aufhängungsschaden nur langsam auf Rang 3 mitfahren. Bei dieser Reihenfolge blieb es bis zum Ende.

Bei den Buggy 1600 waren die französischen Fahrer stark vertreten und auch auf der Strecke sehr gut eingefahren. Trainingsschnellster war Lokalmatador Maxim Rigaudiere, der allerdings im ersten Vorlauf ausgeschied und sich in den folgenden Läufen immer wieder durchs Feld kämpfen mussste. Das allerdings auf spektakuläre Art und Weise. Am Ende versuchte er über das C und B-Finale noch das A-Finale zur erreichen, musste aber an dritter Stelle liegend im B-Finale aufgeben. Vorher hatte sich Vizeeuropameister Ondrej Musil bei einer Kollision schwer an der Hand verletzt, nach einem Bruch am Daumen wird er ca. zwei Monate pausieren müssen.
Für das A-Finale hatte sich dafür eine ganze Reihe von französchen Fahrern qualifiziert. In der ersten Startreihe standen mit Thomas und David Anacleto sowie Florent Tafani gleich drei Peters Buggy vom gleichen französischen Team mit der gleichen Lackierung. Der Luxemburger John Lagodny hatte mit Reihe 2 neben Johnny Feuillade (FRA) ebenfalls eine gute Ausgangsposition vor den beiden Tschechen Vít Nosálek und Matyás Zeman und Frank Meinzel (DEU).
Am Start wurde dann das Feld durch einige Dreher ordentlich durchgemischt. Feuillade setzte sich an die Spitze, gefolgt von Lagodny und kurz danach nahm Nosálek auf Platz 3 die Verfolgung auf. Frank Meinzel konnte nach Aufhängungsschaden vorne rechts in der zweiten Runde nicht weiterfahren. Zu diesem Zeitpunkt lag er auf Rang 5. Vorne schien für Feuillade alles sicher, Lagodny wurde immer langsamer und Nosálek kam erst nach einiger Zeit an Lagodny vorbei. Auf Grund eines platten Reifens bei Feuillade kam Nosálek kurz vor dem Ende noch ran und übernahm die Führung. Feulliade rettete Platz 2 vor David Anacleto und Germain Bouce ins Ziel. Der Niederländer Mike Bartelen wurde Fünfter, wurde aber wegen Überholens unter gelber Flagge nachträglich auf Rang 10 zurückgestuft.

In der Klasse der Super Buggys konnte Europameister Bernd Stubbe (DEU) gleich wieder an die Top-Leistungen des letzten Jahres anknüpfen. Nach 2 Siegen und einem zweiten Platz sicherte er sich Rang 3 für das Finale und stand in der ersten Startreihe. Auch der Italiener Alessandro Gallotta leistete sich keinen Fehler und war sehr schnell in den Vorläufen unterwegs, sollte allerdings in Finale keine Rolle mehr spielen. Die Pole Position ging allerdings an den Franzosen Olivier Dufour, Europameister der Buggy 1600 der vergangenen Saison. Ebenfalls auffallend gut unterwegs an diesem Wochenende waren Laurent Fouquet (FRA) und Petr Bartos (CZE), die die zweite Reihe einnahmen.
Am Start konnte sich Dufour vor Stubbe setzen, doch schon am Anfang konnte man gut sehen, dass Stubbe noch einige Reserven hat, wenn es drauf ankommt. Von Beginn an machte er Druck auf Dufour, der in der ersten Kurve der zweiten Runde etwas zu weit rausgetragen wurde. Stubbe war sofort zur Stelle und ging innen vorbei. Danach konnte er einen guten Vorsprung herausfahren und gewann dieses Rennen. Dufour sicherte Rang 2 vor Petr Bartos, der für seinen 3. Platz gegen Fouquet alles geben musste. Am Ende reichte es knapp für Bartos. Der deutsche Vizeeuropameister André Hinnenkamp kam als Siebter hinter Roman Kerka (CZE) und Terry Callaghan (NLD) ins Ziel.
© MB 13.05.2012

Die Strecke in Saint Martin Valmeroux war Schauplatz des 1. Laufes


Kevin Munkler gelingt die Sensation und gewinnt


Václav Fejfar fährt einsames Rennen nach Hause


Vít Nosálek profitiert von den vielen Ausfällen der französichen Fahrer


Bernd Stubbe nach Sieg wieder Favorit auf den Titel

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